Gebrüder Wollenhaupt GmbH
Was ist Tee?

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Die Schwarztee-Produktion

Drei Produktionsmethoden für Schwarztee werden unterschieden:

Die orthodoxe Produktion
Die CTC-Produktion
Die LTP-Produktion


Die orthodoxe Produktionsmethode

Die orthodoxe Produktionsmethode unterteilt sich in die fünf Schritte
Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren.

1 Die frisch gepflückten grünen Blätter werden auf belüfteten Trögen zum Welken ausgebreitet. Dabei wird den Blättern ca. 30% Feuchtigkeit entzogen, was sie für die weitere Verarbeitung weich und geschmeidig macht.

2 Anschließend werden die Blätter durch maschinellen Druck gerollt, um die Zellen aufzubrechen und den Zellsaft austreten zu lassen. Nach 30 Minuten werden die saftfeuchten Blätter gesiebt, um feine Blätter auszusortieren.. Diese werden sofort zur Fermentation ausgebreitet, die zurückgehaltenen groben Blätter werden weitere 30 Minuten unter stärkerem Druck gerollt. Gegebenenfalls wird dieses Verfahren mehrmals wiederholt. Eine kurze Rolldauer ergibt größere Blattgrade, wohingegen längeres Rollen die Blätter mehr aufreißt und zu kleineren Blattgraden führt. Während des Rollens tritt Zellsaft aus und reagiert mit Sauerstoff; der Fermentationsprozess setzt ein. Gleichzeitig werden die das Aroma bestimmenden ätherischen Öle freigesetzt.

3 Nach dem Rollen wird der Tee für ein bis drei Stunden in kühler und feuchter Atmosphäre ca. 10 cm hoch zur vollen Fermentation ausgebreitet. Die im Zellsaft enthaltenen Substanzen oxidieren. In dieser Produktionsphase nimmt das grüne Blatt allmählich die kupferrote Färbung an. Die Farbe und der typische Geruch geben dem Fermentationsmeister, welcher den Prozess ständig überwacht, Aufschluss darüber, wie weit die Fermentation fortgeschritten ist. Durch verschiedene chemische Reaktionen erhitzt sich das Blatt während der Fermentation. Für die Qualität eines Tees ist es entscheidend, dass die Fermentation auf ihrem Höhepunkt, der höchsten Erhitzung abgebrochen wird.

4 Anschließend wird der Tee mit ca. 85º-88ºC heißer Luft getrocknet, um den Oxidationsprozess abzubrechen. Den Blättern wird die Restfeuchtigkeit entzogen, der ausgetretene Zellsaft trocknet am Blatt an und das kupferrot gefärbte Blatt wird dunkel bis schwarz.

5 Der getrocknete Tee muss nun noch nur Sortierung der unterschiedlichen Blattgrade gesiebt werden. Die orthodoxe Produktionsmethode liefert Tees in allen Blattgraden: Blatt, Broken, Fannings und Dust. Blattgrade sagen nur etwas über die Blattgröße, jedoch nichts über die Qualität der Tees aus.


Die CTC-Produktionsmethode

Sowie mit der CTC- als auch mit der LTP-Methode werden hauptsächlich Fannings- und Dustgrade, also fein zerkleinerte Blätter hergestellt. Diese werden vornehmlich in der Teebeutelproduktion eingesetzt.

CTC steht für Crushing, Tearing, Curling (Zermalmen, Zerreißen, Rollen). Das gewelkte Blatt wird häufig erst maschinell auf eine einheitliche Größe zurechtgeschnitten. Dann werden die Blätter in die CTC-Maschine gegeben, wo sie in einem Arbeitsgang von aufeinanderreibenden Metallrollen zermalmt, zerrissen und gerollt werden. Der austretende Zellsaft wird aufgefangen und anschließend den Blättern wieder zugegeben. Die zerkleinerten Blätter werden hinterher fermentiert, getrocknet und sortiert. Die CTC-Methode wird hauptsächlich in indischen Gebieten praktiziert.


Die LTP-Methode

Die dritte Methode zur Herstellung von Schwarztee ist die LTP-Methode, benannt nach dem Erfinder der eingesetzten Maschine, dem Lawrie-Tea-Processor. Bei dieser Methode werden die gewelkten Blätter auch oft erst egalisiert, bevor sie in der LTP-Maschine verarbeitet werden. Dort werden sie durch schnelle rotierende Messer stark zerkleinert und quasi gänzlich zerfetzt. Danach schließen sich die üblichen Produktionsschritte Fermentation, Trocknung und Sortierung an
 
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