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Gebrüder Wollenhaupt
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| Warum Vanille so kostbar ist |
Blüte und Bestäubung
Wenige Morgenstunden lang blüht die Vanille. In dieser
Zeit müssen alle Blüten der Pflanzung von Hand
mit einem Bambusstäbchen bestäubt werden. Geübte
Arbeiterinnen schaffen dabei 1000 bis 1500 Blüten
an einem Vormittag.
Fruchtansatz und Reife
Nach 24 Stunden bilden sich die ersten Fruchtansätze,
die in 4-6 Wochen zu 10-20 cm langen Schoten heranwachsen.
Bis zur vollen Reife vergehen jetzt noch 7-8- Monate.
Ernte
Die Bestimmung des richtigen Erntezeitpunktes ist entscheidend
für die Qualität der Vanille. Erfolgt die Ernte
zu früh, ist nicht das volle Aroma zu erwarten und
die Haltbarkeit ist eingeschränkt.
Geerntet wird schonend mit der Hand.
Die Präparation
Direkt nach der Ernte ist die "Schwarze Königin
Vanille" noch ein geschmackloses grünes Früchtchen.
Das feine, volle Aromabukett wird erst durch einen Fermentationsprozeß
geweckt, der spätestens 48 Stunden nach der Ernte
beginnen muss.
Zuerst werden die Schoten in heißes Wasser getaucht.
Das unterbricht die weitere Reifung und aktiviert die
biochemischen Enzyme. Danach müssen die Vanilleschoten
in Kisten, die mit Wolldecken ausgeschlagen sind, 24 Stunden
lang "schwitzen"; dabei verlieren sie viel Feuchtigkeit
und die Fermentation setzt ein.
Am folgenden Tag werden sie für einige Stunden in
der Sonne getrocknet und dann auf Tabletts in Lagerräumen
gestapelt. So wird die für die Wirkung der Enzyme
wichtige gleichmäßige Temperatur erzielt.
Die Vanilleschoten verfärben sich nach und nach dunkelbraun
und langsam entwickelt sich das Vanillearoma.
Der Vorgang wiederholt sich über 4-8 Tage. Danach
wird die Vanille 2-3 Monate in einem durchlüfteten
Lagerraum getrocknet, dann in große Holzkisten umgepackt.
Nach weiteren 2-3 Monaten ist die Vanille handelsfertig.
Sie wird von Hand nach Längen sortiert, gebündelt,
in Blechkisten verpackt und nach Qualitäten zu Partien
zusammengestellt.
Nun beginnt die Seereise nach Hamburg.
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